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Im Rahmen der sozialen Sicherheit bedeutet Entsendung, dass der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer in ein anderes Land entsendet, um dort vorübergehend Tätigkeiten auszuüben.

In diesem Fall ändert sich die anwendbare Sozialgesetzgebung für den Mitarbeiter nicht. Dieser unterliegt weiterhin der Sozialgesetzgebung des Landes, in dem der Arbeitgeber seinen Sitz hat.

Vor der Abreise in das Entsendungsland muss der Arbeitgeber das Formular A1 (vorher E101) anfordern. In diesem Formular wird bestätigt, dass der Arbeitnehmer unter die Sozialgesetzgebung des Landes fällt, in dem der Betrieb seinen Standort hat. Das Formular ist bei der zuständigen Behörde des Landes erhältlich, in dem der Arbeitgeber seinen Sitz hat. (In den Niederlanden bei der Sociale Verzekeringsbank - SVB; in Belgien RSZ, Dienst migrerende werknemer, in Deutschland: Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland - DVKA.)

Falls der Zeitraum der vorübergehenden Beschäftigung im Ausland wegen unvorhergesehener Umstände länger als 24 Monate dauert, kann eine Verlängerung des Entsendungszeitraums um höchstens 3 Jahre beantragt werden. Die Verlängerung ist nur in gegenseitigem Einvernehmen zwischen den beiden Diensten der sozialen Sicherheit erlaubt.

Die Entsendungsbestimmungen gelten nicht nur für Lohnempfänger (Arbeitnehmer), sondern auch für Nicht-Lohnempfänger (Selbstständige), die eine vorübergehende berufliche Tätigkeit in einem anderen Land ausüben.

Lohnsteuer bei Entsendung: Die 183 Tage-Vorschrift
Dauert die Entsendung nicht länger als 183 Tage, verbleibt die Lohnabgabe in Ihrem Wohnsitzland. Dauert diese länger als 183 Tage, muss die Steuer in dem Land entrichtet werden, in das der Arbeitnehmer entsendet wurde.


 

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