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Arbeitsrecht und Arbeitsbedingungen

Beim Abschluss eines Arbeitsvertrags, bei dem Parteien aus verschiedenen Ländern beteiligt sind, herrscht im Prinzip bei der Festlegung des anzuwendenden Arbeitsrechts Wahlfreiheit.

Bei Grenzarbeit wird fast immer vereinbart, das Arbeitsrecht und die Arbeitsbedingungen (CAO = Tarifvertrag) des Arbeitslandes anzuwenden. Das schließt logischerweise an die Tatsache an, dass der Grenzarbeiter häufig unter das soziale Sicherheits- und Steuersystem des Arbeitslandes fällt. Gibt es im Arbeitsvertrag hierzu keine Angaben, dann gilt übrigens automatisch das Arbeitsrecht des Landes, in dem der Arbeitnehmer gewöhnlich seine Tätigkeit ausübt.

Falls der Arbeitnehmer in verschiedenen Ländern aktiv ist, gilt, falls nicht anders vereinbart, das Arbeitsrecht des Landes des Arbeitgebers

Wird vereinbart, das Arbeitsrecht des Arbeitslandes nicht anzuwenden (z. B. im Falle einer Entsendung oder bei Arbeit in mehreren Ländern), dann gelten trotzdem bestimmte arbeitsrechtliche und tarifvertragliche Mindestvorschriften, die im Arbeitsland allgemein verbindlich sind, wie Mindestlöhne, maximale Arbeitszeit, minimale Ruhepausen, Mindesturlaubstage, Vorschriften bzgl. Sicherheit, Gesundheit und Hygiene, usw).


 

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